Mein Name ist Dehler.
Mord stinkt zum Himmel wurde 1996 zum ersten Mal veröffentlicht und 1998 neu aufgelegt. Hauptkommissarin Ina Dehler von der Darmstädter Kripo hat keine Ahnung, wie eine Kläranlage funktioniert - bis Sie und ihre Kollegin in der Groß-Zimmerner Kläranlage eine Leiche finden. Während Ina Mordmotiv und Täter nachspürt, wird ihre beste Freundin Katharina auf höchst unerfreuliche Weise mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Für beide Frauen wird es brenzlig … Econ, Düsseldorf 1996 |
Ina Dehler. Kriminalhauptkommissarin Ina Dehler, um genau zu sein. Nein, ich schreibe nicht mehr auf einer alten Schreibmaschine. Wir haben mittlerweile Computer. Und niemanden, der sie richtig bedienen kann. Am Personal wird gespart. Jedenfalls war mein Adler-Suchsystem auf der Schreibmaschine viel effektiver. Der Computer rückt ganz plötzlich was ein oder nummeriert es oder schiebt es irgendwohin, und ich weiß nicht warum. „Autoformat“, sagt meine Freundin Katharina. Jedenfalls bin ich bei der gleichen Schrift geblieben, die die Schreibmaschine auch hatte. Dann kommt mir das ganze wenigstens ein bißchen vertrauter vor.
Da hatte es "Der Kommissar" schon besser. Der hatte sein "Rehbein", die ihm die Berichte schrieb und Beruhigungstee gekocht hat. Überhaupt: damals waren die Guten noch gut und die Bösen böse. Da wußte man wenigstens, auf welcher Seite man stand.
Heute ist die Gesellschaft überwiegend damit beschäftigt, die armen Täter zu bedauern, denen nichts anderes übrig blieb, als Verbrecher zu werden: weil sie eine schlechte Jugend hatten, in die falschen Kreise geraten sind oder von ihrer Schwester vom Topf geschubst wurden, als sie drei waren.
Hören Sie mir bloß auf mit diesem Scheiß. Ich sage: Jeder Mensch hat die Wahl. Wir kommen alle immer wieder an Punkte im Leben, an denen wir uns entscheiden müssen. Ich kenne jede Menge Leute, die auch nicht auf Rosen gebettet waren und trotzdem ihr Geld ehrlich verdienen. Und keinen ermorden.
In welchem Großstadtdschungel ich denn so ermittle? Meine Erfinderin hat mich und meine Mitarbeiter zur Mordkommission des Darmstädter Polizeipräsidiums eingeteilt. Dabei haben die gar keine Mordkommission dort. Das ist eben die dichterische Freiheit, was soll ich da machen?
Wenn Sie mehr über mich, meine Erfinderin und meine Fälle wissen wollen - und vielleicht noch ein paar meiner KollegInnen kennenlernen -, schauen sie sich in Ruhe hier um. Aber versuchen Sie erst gar nicht, was mitgehen zu lassen. Ich hab Sie genau im Blick.
letztes Update: 22.10.06